Liebe Eltern, liebe SchülerInnen!
Unsere Schule hat ein Projekt der P1 Klasse beim Gmundner Klimaschutzpreis eingereicht.Es gibt da bis 01.02. ein Publikumsvoting, bei dem wir bei Euch um Unterstützung werben.Bitte auch gerne teilen und Freunde und Bekannte darauf aufmerksam machen.
https://www.gmunden.at/publikumsvoting-klimaschutzpreis/
Liebe Grüße aus der PTS Gmunden!
Die Klasse P1 der Polytechnischen Schule Gmunden nimmt im Schuljahr 2025/2026 am
Klimaschulenprogramm teil. Ziel ist es, Jugendliche im letzten Schuljahr vor ihrem Berufseinstieg zu befähigen, fundierte und nachhaltige Entscheidungen zu treffen – sowohl im Alltag als auch später im Berufsleben. Das Projekt erstreckt sich über das gesamte Schuljahr bis Juli 2026 und verbindet wissenschaftliche Impulse, praktische Erfahrungen, regionale Kooperationen und handlungsorientiertes Lernen zu einem ganzheitlichen Klimabildungsprozess.
1. Energie- und Klimadetektiv*innen
Zu Beginn erhalten die Schüler*innen eine wissenschaftliche Einführung zu Energieverbrauch, Treibhausgasen und Klimawandel. Anschließend analysieren sie die Energiesituation der Schule, erheben Daten zu Strom- und Heizenergie sowie Mobilität und erstellen eine eigene Treibhausgasbilanz. Dabei identifizieren sie Verbesserungspotenziale und formulieren konkrete Maßnahmen, die später der Schulgemeinschaft präsentiert werden. Durch diesen direkten Transfer wirken die Jugendlichen als **Multiplikator*innen innerhalb der Schule** und tragen zu einem bewussteren Energienutzungsverhalten bei.
2. Zukunftsberufe: „Wir sind die (Fach)kraft!“
Ein Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen beruflichen Perspektiven. In einem Workshop setzen sich die Jugendlichen mit Green Jobs auseinander und erfahren, wie Klimaschutz in vielen Branchen heute schon Teil des Arbeitsalltags ist. Der bereits durchgeführte Besuch am Bio-Bauernhof Hof 8 bot einen praxisnahen Einblick in Kreislaufwirtschaft, regionale Lebensmittelproduktion und ressourcenschonende Betriebsführung. Die Schüler*innen erlebten, wie Photovoltaik, moderne Technik und nachhaltige Bewirtschaftung ineinandergreifen – ein authentischer Bezug zu zukünftigen Berufsfeldern.
3. Energie und Wasser erleben – praktische Experimente (geplant für Frühjahr/Sommer 2026)
Im weiteren Verlauf des Projekts werden die Jugendlichen verschiedene Experimente zu erneuerbaren Energieformen durchführen. Sie beschäftigen sich mit der Frage, wie Strom, Licht und Wärme nahhaltig erzeugt und genutzt werden können. Ein ergänzender Workshop zum Thema Wasser widmet sich dem Verbrauchsverhalten, Wasserkreisläufen und globalen Herausforderungen rund um Wasserknappheit.
Bereits erfolgt ist die Ausgabe langlebiger, wiederverwendbarer Trinkflaschen an alle Schüler*innen – eine konkrete Maßnahme zur Reduktion von Einwegplastik und zur Förderung nachhaltigen Konsums.
- Zukunftsfähige Ernährung – Saisonalität erleben und Haltbarmachung verstehen Als erster praktischer Schritt zur klimafreundlichen Ernährung wurde bereits saisonaler Kürbis verarbeitet. Die Schüler*innen stellten ein eigenes Kürbis-Chutney her und lernten dabei grundlegende Methoden der Haltbarmachung kennen.
Im weiteren Projektverlauf werden sie unterschiedliche Techniken wie Einkochen, Fermentieren oder Einlegen kennenlernen. Ergänzend wird mit energiearmen oder stromlosen Kochmethoden experimentiert, um den Zusammenhang zwischen Ernährung, Energieverbrauch und Klimaschutz greifbar zu machen.
- Wissenschaft an der Schule – Young Science Workshops (geplant für Frühjahr 2026) ´ Zwei Workshops von Wissenschaftler*innen vertiefen das Verständnis der Jugendlichen:
„Was Dachstühle über das vergangene Klima erzählen“ – Klimaarchäologie und historische Datenauswertung.
„Der verharmloste Klimawandel“ – kritische Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Mythen und wissenschaftlichen Fakten.
Diese Workshops fördern wissenschaftliches Denken und zeigen, wie Forschung praktisch funktioniert.
6. Sichtbarkeit, Wirkung und dauerhafte Multiplikation
Erste Projektschritte – das Kürbis-Chutney, der Besuch am Hof 8 und die Trinkflaschen – haben bereits spürbare Wirkung gezeigt. Ein regionaler Zeitungsbericht erhöhte zusätzlich die öffentliche Wahrnehmung.
Im weiteren Verlauf des Projekts entstehen Präsentationen, interne Workshops und Lernmaterialien, die von den Schüler*innen selbst gestaltet werden. Dadurch werden sie im Schulalltag zu aktiven **Multiplikator*innen für Klimaschutz**, und das erworbene Wissen wird an Mitschüler*innen, Familien und später auch an Lehrbetriebe weitergegeben.
So wirkt das Projekt weit über das Schuljahr 2025/26 hinaus. Es stärkt sowohl individuelles Bewusstsein als auch gemeinschaftliche Verantwortung und leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz in Gmunden.